Attribution

View-Through-Conversion

Conversion nach dem Sehen einer Anzeige ohne Klick

Kurz erklärt

Eine View-Through-Conversion ist eine Conversion, die einer Anzeige zugerechnet wird, weil der Nutzer sie gesehen, aber nicht angeklickt hat.

Auch bekannt als: View-Through Conversion, View Through Conversion, Post-View-Conversion, View-Conversion

Eine View-Through-Conversion ist eine Conversion, die eine Werbeplattform einer Anzeige zurechnet, obwohl der Nutzer die Anzeige nur gesehen und nicht angeklickt hat. Voraussetzung ist, dass die Conversion innerhalb des View-Fensters passiert, etwa 1 Tag nach der Impression.

Wie sie entsteht

Ein Nutzer scrollt durch Instagram und sieht deine Anzeige, klickt aber nicht. Am nächsten Morgen sucht er deine Marke bei Google und trägt sich als Lead ein. Meta erfährt über das Pixel oder die Conversion API von dieser Conversion, erkennt den Nutzer wieder und rechnet sie der Anzeige als View-Through-Conversion zu. Gleichzeitig kann Google Ads denselben Lead als Klick-Conversion zählen.

Beispiel

Eine Meta-Kampagne meldet 60 Conversions im Monat, davon 18 View-Through-Conversions (1 Tag View) und 42 nach Klick (7 Tage). Bei 2.400 € Budget ergibt sich:

Cost per Lead (alle)        = 2.400 € ÷ 60 = 40 €
Cost per Lead (nur Klicks)  = 2.400 € ÷ 42 ≈ 57 €

Welche Zahl der Wahrheit näherkommt, hängt davon ab, wie viele der 18 Nutzer auch ohne die Anzeige konvertiert hätten. Das lässt sich nur über Tests mit Kontrollgruppen sauber beantworten.

View-Through-Conversions im Lead-Geschäft

View-Through-Conversions sind vor allem bei Video-Anzeigen, Display und Retargeting ein Thema. Gerade Retargeting erreicht Menschen, die dich ohnehin schon kennen, sodass die View-Conversions dort leicht zu hoch ausfallen.

Website-Tracking kann reine Views grundsätzlich nicht sehen, weil der Nutzer nicht über die Anzeige auf die Seite kommt. In einer klickbasierten Auswertung, wie sie First-Click-Attribution oder Last-Click-Attribution liefern, landet ein solcher Lead deshalb beim Kanal, über den der Nutzer tatsächlich kam – etwa bei der Google-Suche oder als direkter Zugriff. Daraus entstehen oft die Unterschiede zwischen Werbekonto und CRM.

Abgrenzung zur Klick-Conversion

Eine Klick-Conversion setzt voraus, dass der Nutzer aktiv auf die Anzeige geklickt hat. Das ist ein deutlich stärkeres Signal. Viele Werbetreibende vergleichen deshalb Kampagnen primär nach Klick-Conversions und nutzen View-Through-Conversions als Zusatzinformation.

Typische Fehler

  • View- und Klick-Conversions vermischen: Der Cost per Lead sieht dadurch besser aus, als er ist.
  • Zu lange View-Fenster: Je länger das Fenster, desto mehr Zufallstreffer werden der Anzeige zugerechnet.
  • Plattformzahlen addieren: Ein Lead kann gleichzeitig View-Conversion auf Meta und Klick-Conversion auf Google sein.

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Häufige Fragen

Die Plattform weiß, welchen Nutzern sie eine Anzeige gezeigt hat. Meldet das Pixel oder die Conversion API kurz danach eine Conversion desselben Nutzers, rechnet sie diese als View-Through-Conversion der Anzeige zu – sofern sie im View-Fenster liegt.

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