Custom Audience
Kurz erklärt
Eine Custom Audience ist eine Zielgruppe aus Menschen, die dich bereits kennen: Kundenlisten, Website-Besucher oder Fans deiner Inhalte.
Auch bekannt als: benutzerdefinierte Zielgruppe
Eine Custom Audience (bei Meta auf Deutsch „benutzerdefinierte Zielgruppe“) ist eine Zielgruppe aus Menschen, die bereits Kontakt zu deinem Unternehmen hatten. Du nutzt sie, um diese Menschen gezielt erneut anzusprechen, sie von Kampagnen auszuschließen oder als Ausgangsliste für eine Lookalike Audience.
Quellen für Custom Audiences
- Kundenliste: Du lädst E-Mail-Adressen oder Telefonnummern hoch. Sie werden vor dem Abgleich per Hashing unkenntlich gemacht und mit Meta-Konten abgeglichen.
- Website: Besucher bestimmter Seiten, erfasst über das Meta Pixel oder die Conversion API, bei Meta bis zu 180 Tage rückwirkend.
- App-Aktivität: Nutzer, die in deiner App bestimmte Aktionen ausgeführt haben.
- Interaktionen auf Meta: z. B. Personen, die ein Video angesehen, ein Lead-Formular geöffnet oder dein Instagram-Profil besucht haben.
Google Ads bietet mit dem Kundenabgleich (Customer Match) ein ähnliches Konzept für Kundenlisten.
Beispiel
Ein Anbieter von Online-Kursen hat 3.000 Leads im CRM, davon 400 Käufer. Er erstellt drei Custom Audiences: Käufer (zum Ausschließen aus Akquise-Kampagnen), Leads ohne Kauf (für Retargeting mit einem Webinar-Angebot) und Besucher der Preisseite der letzten 30 Tage. Die Retargeting-Kampagne kostet 600 € und bringt 18 Verkäufe aus Leads, die sonst liegen geblieben wären.
Custom Audiences im Lead-Geschäft
Die wertvollsten Custom Audiences basieren auf CRM-Daten: Wer ist qualifiziert, wer hat gekauft, wer hat abgesagt? Genau diese Information fehlt im Werbekonto, solange du sie nicht zurückspielst. Wie gut Meta deine hochgeladenen oder gesendeten Daten Personen zuordnen kann, hängt stark davon ab, wie viele Merkmale du mitgibst. Hintergründe dazu liefert der Guide Meta Event Match Quality verbessern.
LeadMetrics sendet Events wie Lead, Kauf oder Deal gewonnen mit gehashter E-Mail, Telefonnummer und Name sowie Klick-IDs über die Conversion API an Meta Ads, Google Ads, TikTok und LinkedIn. So erfährt die Plattform, welche Leads tatsächlich zu Kunden wurden.
Typische Fehler
- Käufer nicht ausschließen: Bestehende Kunden sehen weiter Akquise-Anzeigen und verbrauchen Budget.
- Veraltete Listen: Eine einmal hochgeladene Kundenliste aktualisiert sich nicht von selbst.
- Zu kleine Zielgruppen: Sehr kleine Custom Audiences werden kaum oder gar nicht ausgespielt.
Bereit für besseres Tracking?
Häufige Fragen
Guides zu diesem Begriff
Verwandte Begriffe
Alle BegriffeLookalike Audience
Eine Lookalike Audience ist eine Zielgruppe, die eine Werbeplattform aus Personen bildet, die einer Ausgangsliste wie deinen besten Kunden ähneln.
Retargeting
Retargeting zeigt Anzeigen gezielt Personen, die schon mit deiner Marke interagiert haben, etwa deine Website besucht, aber noch kein Formular ausgefüllt haben.
Hashing
Hashing wandelt Daten wie E-Mail-Adressen per Einwegfunktion (z. B. SHA-256) in eine feste Zeichenfolge um, aus der sich das Original nicht zurückrechnen lässt.
Tracking-Pixel
Ein Tracking-Pixel ist ein Code-Schnipsel der Werbeplattform, der im Browser Seitenaufrufe und Conversions erfasst und an Meta, Google & Co. meldet.
Anzeigengruppe · Ad Set / Ad Group
Eine Anzeigengruppe ist die mittlere Ebene einer Kampagne: Hier legst du Zielgruppe, Platzierungen, Optimierungsziel und oft das Budget mehrerer Anzeigen fest.
A/B-Test
Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten einer Anzeige, Zielgruppe oder Landingpage, die sich in genau einem Punkt unterscheiden, um die bessere zu finden.