Conversion APIs für Leadgenerierung: Meta, Google, TikTok und LinkedIn im Vergleich
CTO, lead-metrics.com
Wer Leads über mehrere Werbeplattformen gewinnt, kennt das Problem: Meta, Google, TikTok und LinkedIn wollen alle wissen, welche Klicks zu guten Leads und Kunden geführt haben. Alle vier bieten dafür eine serverseitige Schnittstelle. Aber jede heißt anders, erwartet andere Daten und hat andere Fristen.
In diesem Artikel vergleichen wir die Conversion APIs der vier Plattformen aus Sicht der Leadgenerierung: Welche Daten sie für die Zuordnung brauchen, welche Events es für Leads und qualifizierte Leads gibt, wie lange du Abschlüsse nachliefern kannst und was sich 2025 und 2026 geändert hat. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle vier Plattformen nehmen Conversions serverseitig an: Meta über die Conversions API, Google über die Data Manager API, TikTok über die Events API und LinkedIn über die Conversions API.
- Gemeinsamer Nenner ist die gehashte E-Mail-Adresse (SHA-256). Dazu kommt jeweils eine eigene Klick-ID: fbclid bzw.
fbc, gclid, ttclid und li_fat_id. - Qualifizierte Leads kennen inzwischen alle: Meta über CRM-Stufen für Conversion Leads, Google über die Ziele „Qualifizierter Lead“ und „Konvertierter Lead“, TikTok über CRM-Events in vier Funnel-Stufen, LinkedIn über eigene Typen wie
QUALIFIED_LEAD. - Die Fristen unterscheiden sich stark: Meta nimmt Website-Events nur 7 Tage rückwirkend an, Google bis zu 90 Tage nach dem Klick, LinkedIn bis zu 90 Tage nach der Conversion.
- Deduplizierung ist überall Pflicht, wenn Browser-Tag und Server dasselbe Event senden, funktioniert aber unterschiedlich.
Die vier Schnittstellen im Überblick
| Meta | Google Ads | TikTok | ||
|---|---|---|---|---|
| Schnittstelle | Conversions API | Data Manager API | Events API 2.0 | Conversions API |
| Kundendaten (gehasht) | E-Mail, Telefon, Name, Adresse u. a. | E-Mail, Telefon, Name, Adresse | E-Mail, Telefon, externe ID | E-Mail (gehasht), Name, Firma, Position |
| Klick-ID | fbc (aus fbclid), fbp | gclid, gbraid, wbraid | ttclid, _ttp | li_fat_id |
| ID aus Lead-Formular | Meta-Lead-ID | - | Lead-ID | Lead-Gen-Form-Antwort |
| Lead-Events | Lead, CRM-Stufen | eigene Conversion-Aktionen | Lead, CRM-Events | LEAD, QUALIFIED_LEAD, MQL, SQL u. a. |
| Nachliefern | 7 Tage | 90 Tage nach Klick (63 Tage ohne gclid) | keine offizielle Angabe gefunden | 90 Tage |
| Wert und Währung | ja | ja | ja (dokumentiert für Kauf-Events) | ja |
Quellen: Meta for Developers, Google Data Manager API, Google Ads Hilfe, TikTok Business-Hilfe, LinkedIn Conversions API.
Meta: Conversions API
Die Conversions API von Meta ist die bekannteste der vier und für viele Werbetreibende der Einstieg ins serverseitige Tracking. Für die Zuordnung nutzt Meta gehashte Kundendaten wie E-Mail, Telefon und Name, dazu die Klick-ID fbc (aus der fbclid gebildet), die Browser-ID fbp, IP-Adresse und User Agent. Wie gut die Zuordnung klappt, zeigt Meta als Event Match Quality. Welche Daten du dafür mitsenden solltest, erklärt der Guide Event Match Quality verbessern.
Für die Leadgenerierung sind zwei Punkte wichtig:
- Kurze Frist:
event_timedarf höchstens 7 Tage zurückliegen. Ist ein Event in einem Batch älter, schlägt laut Meta die ganze Anfrage fehl. Abschlüsse aus dem CRM musst du deshalb zeitnah senden, nicht einmal im Monat. - Eigenes Format für Instant Forms: Wer Leads über Instant Forms sammelt und auf qualifizierte Leads optimieren will, sendet CRM-Stufen im Format für Conversion Leads, mit Meta-Lead-ID,
action_source: system_generatedundevent_source: crm(Meta for Developers). Was dahinter steckt und welche Voraussetzungen gelten, steht im Artikel über schlechte Leads aus Meta Ads.
Deduplizierung: Senden Pixel und Server dasselbe Event, erkennt Meta Duplikate über Eventname und event_id innerhalb von 48 Stunden.
Google Ads: Data Manager API
Bei Google hat sich 2026 am meisten getan. Seit dem 15. Juni 2026 nimmt die Google Ads API keine neuen Integrationen für Offline-Conversions und Erweiterte Conversions für Leads mehr an. Neue Anbindungen laufen über die Data Manager API (Google Ads Hilfe). Die Details zur Umstellung stehen im Artikel zur Google Data Manager API.
Für Leads gibt es zwei Wege, die du kombinieren kannst:
- Klick-ID: gclid (bzw. gbraid und wbraid bei iOS-Traffic) wird beim Lead gespeichert und mit dem Abschluss zurückgesendet. Frist: 90 Tage nach dem Klick.
- Erweiterte Conversions für Leads: Statt oder zusätzlich zur gclid gehen gehashte E-Mail, Telefonnummer oder Name und Adresse an Google. Frist: 63 Tage (Google Ads Hilfe).
Google empfiehlt für Offline-Importe von Leads die Ziele „Qualifizierter Lead“ und „Konvertierter Lead“ und einen Upload mindestens einmal täglich. Mit Werten pro Conversion werden Gebotsstrategien wie Ziel-ROAS oder Value-Based Bidding möglich.
Deduplizierung: Website-Tag und Offline-Import sind bei Google in der Regel getrennte Conversion-Aktionen. Innerhalb der Data Manager API dient die transactionId dazu, doppelte Uploads zu erkennen.
TikTok: Events API 2.0
TikTok bündelt Web-, App-, Offline- und CRM-Events in der Events API 2.0. Für die Zuordnung nutzt TikTok gehashte E-Mail, Telefonnummer (im Format E.164) und externe ID, dazu die ttclid aus der Anzeigen-URL und das Pixel-Cookie _ttp.
Zwei Änderungen sind für Leadgenerierung relevant:
- Neue Eventnamen: Seit dem 1. Mai 2025 heißt das Standard-Event
SubmitFormnunLead. Der alte Name funktioniert weiter und wird automatisch umgewandelt. Neu sind unter anderemSubmitApplicationundApplicationApproval(TikTok Business-Hilfe). - CRM-Events für Lead-Kampagnen: Für Leads aus TikTok Instant Forms sendest du CRM-Status mit der TikTok-Lead-ID zurück und ordnest sie im Events Manager vier Funnel-Stufen zu (TikTok Business-Hilfe). Ein eigenes Standard-Event für qualifizierte Leads gibt es nicht.
Deduplizierung: Über event_id innerhalb von 48 Stunden. Ohne event_id fasst TikTok Pixel- und Server-Events nur zusammen, wenn sie innerhalb von 5 Minuten ankommen.
Offen: Eine offizielle Frist, wie lange TikTok Events rückwirkend annimmt, haben wir nicht gefunden. Abschlüsse solltest du deshalb auch hier zeitnah senden.
LinkedIn: Conversions API
Für B2B ist LinkedIn oft die wichtigste Plattform, und die Conversions API hat sich 2025 und 2026 stark weiterentwickelt. LinkedIn nimmt gehashte E-Mail-Adressen, die li_fat_id, IP-Adressen und Namen an, dazu optional Firma und Position. Für Leads aus LinkedIn Lead Gen Forms reicht seit Version 202605 auch die ID der Formular-Antwort allein.
Wichtig für Leadgenerierung:
- Eigene Typen für Lead-Qualität: Neben
LEADgibt esQUALIFIED_LEADund seit Version 202608 auchMARKETING_QUALIFIED_LEADundSALES_QUALIFIED_LEAD. Seit Version 202602 kann LinkedIn auf qualifizierte Leads optimieren, wenn diese Daten per Conversions API oder CRM kommen (LinkedIn Recent Changes). - Lange Frist: Conversions dürfen bis zu 90 Tage zurückliegen. Das passt zu typischen B2B-Verkaufszyklen.
- Private vs. geschäftliche E-Mail: Viele Leads tragen sich mit der Firmenadresse ein, ihr LinkedIn-Profil läuft aber über eine private Adresse. Die li_fat_id schließt diese Lücke.
Deduplizierung: Wer Insight Tag und Conversions API parallel nutzt, legt je Quelle eine Conversion-Regel an und sendet dieselbe eventId. LinkedIn zählt dann das Event des Insight Tags und verwirft das doppelte (LinkedIn Deduplizierung).
Welche Stufe an welche Plattform?
Für Leadgenerierung reicht es nicht, nur das Formular zu senden. Die Plattformen lernen am meisten aus Stufen, die näher am Umsatz liegen. Eine praktikable Aufteilung:
| Stufe im CRM | Meta | Google Ads | TikTok | |
|---|---|---|---|---|
| Lead eingegangen | Lead | Lead-Conversion (Tag oder Import) | Lead | LEAD |
| Qualifiziert / Termin | CRM-Stufe (Instant Forms) oder eigenes Event | Qualifizierter Lead | CRM-Event Stufe 2-3 | QUALIFIED_LEAD, SALES_QUALIFIED_LEAD |
| Kunde / Deal gewonnen | eigenes Event oder Purchase mit Wert | Konvertierter Lead mit Wert | CRM-Event Stufe 4 | eigene Conversion-Regel mit Wert |
Wichtig ist die Frist: Bei Meta muss ein Deal innerhalb von 7 Tagen nach seinem Zeitstempel ankommen, bei Google innerhalb von 90 bzw. 63 Tagen nach dem Klick. Wer Abschlüsse erst am Monatsende gesammelt hochlädt, verliert bei Meta fast alles.
Typische Fehler
- Falsch normalisiert gehasht: Alle vier erwarten SHA-256, aber mit Regeln zur Normalisierung, etwa E-Mail in Kleinbuchstaben ohne Leerzeichen, Telefon mit Ländervorwahl. Ein Leerzeichen zu viel ergibt einen anderen Hash und keine Zuordnung.
- Klick-IDs nicht gespeichert: gclid, ttclid und li_fat_id hängen nur beim ersten Seitenaufruf an der URL. Wer sie nicht beim Lead speichert, kann sie Wochen später nicht mitsenden.
- Ohne Deduplizierung doppelt zählen: Pixel und Server melden denselben Lead, die Plattform zählt ihn zweimal und optimiert auf aufgeblähte Zahlen.
- Zu spät senden: Monatliche CSV-Uploads verpassen die 7-Tage-Frist von Meta komplett.
- Nur das Formular senden: Dann optimiert jede Plattform weiter auf möglichst viele, nicht auf gute Leads.
Rechtlich gilt für alle vier: Kundendaten an Werbeplattformen zu senden, braucht eine Rechtsgrundlage. Kläre mit deinem Datenschutzbeauftragten, wie Consent Management und Auftragsverarbeitung bei dir geregelt sind.
Wie LeadMetrics hilft
Vier Schnittstellen selbst zu bauen und zu pflegen, heißt vier Datenformate, vier Fristen und regelmäßige Versionswechsel. LeadMetrics nimmt dir das ab:
- Eine Conversion API für vier Plattformen: Die Conversion API sendet Leads, Käufe, gestartete Trials, Abos sowie gewonnene und verlorene Deals an Meta, Google Ads, TikTok und LinkedIn. Welches LeadMetrics-Event zu welchem Plattform-Event wird, legst du pro Projekt fest.
- Alle Klick-IDs an einer Stelle: Das Lead-Tracking erfasst
fbc/fbp, gclid, ttclid und li_fat_id beim Besuch und verknüpft sie mit dem Lead, auch wenn der Abschluss Wochen später kommt. - Gehasht und dedupliziert: E-Mail, Telefon und Namen gehen SHA-256-gehasht raus, jedes Event mit
event_idzur Deduplizierung. - Deals aus dem CRM: Abschlüsse aus HubSpot und Close sowie Zahlungen aus Stripe, CopeCart und Digistore24 werden mit Wert und Währung an die Plattformen gesendet.
- Nachvollziehbar: Pro Lead siehst du ein Log, welche Events an welche Plattform gegangen sind.
So bekommen alle vier Plattformen dieselben, sauberen Signale, und du siehst in einer Auswertung, welche davon wirklich Kunden bringt.
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