Third-Party-Cookies
Kurz erklärt
Third-Party-Cookies werden von einer fremden Domain gesetzt, etwa einem Werbenetzwerk, und ermöglichen es, Nutzer über viele Websites hinweg zu verfolgen.
Auch bekannt als: Third-Party-Cookie, Third Party Cookie, Drittanbieter-Cookie
Third-Party-Cookies sind Cookies, die nicht von der besuchten Website stammen, sondern von einer fremden Domain, die dort eingebunden ist – etwa über ein Werbe-Script, ein eingebettetes Video oder einen Social-Media-Button. Weil dieselbe fremde Domain auf Tausenden Websites vorkommt, kann sie einen Nutzer über all diese Seiten hinweg wiedererkennen.
Wofür sie genutzt wurden
Lange waren Third-Party-Cookies die Grundlage für Online-Werbung:
- Retargeting über Websites hinweg
- Conversion Tracking von Werbenetzwerken
- Frequency Capping, also die Begrenzung, wie oft jemand dieselbe Anzeige sieht
- Aufbau von Interessenprofilen
Warum sie an Bedeutung verlieren
Safari (mit Intelligent Tracking Prevention) und Firefox blockieren Third-Party-Cookies standardmäßig. Dazu kommen Adblocker und die Einwilligungspflicht in der EU über das Consent Management. Chrome erlaubt sie zwar weiterhin, aber Nutzer können sie selbst blockieren. Für Werbetreibende heißt das: Ein spürbarer Teil der Conversions ist über Third-Party-Cookies schlicht nicht mehr messbar.
Beispiel
Ein Recruiting-Unternehmen schaltet Anzeigen und misst Bewerbungen nur über ein Script, das auf Third-Party-Cookies setzt. Von 100 tatsächlichen Bewerbungen kommen viele über Safari auf dem iPhone. Meldet das Werbekonto nur 60 Conversions, fehlen 40 – und die Kampagne wirkt deutlich teurer, als sie ist.
Third-Party-Cookies im Lead-Geschäft
Wer Leads verlässlich messen will, setzt auf First-Party-Daten und serverseitige Übertragung statt auf fremde Cookies. Statt die Werbeplattform im Browser mitlesen zu lassen, schickt dein Server die Conversion direkt per Conversion API – angereichert mit gehashten Kundendaten wie E-Mail und Telefonnummer.
LeadMetrics sendet Events über die Conversion API an Meta, Google Ads, TikTok und LinkedIn. Warum das zuverlässiger ist als reines Browser-Tracking, erklärt der Artikel Tracking ohne CAPI-Pixel-Wirrwarr.
Typische Fehler
- Zahlen aus dem Werbekonto für vollständig halten: Fehlende Cookies bedeuten fehlende Conversions, nicht fehlende Kunden.
- Nur auf Chrome testen: Das Tracking funktioniert am eigenen Rechner, aber Safari-Nutzer fallen durchs Raster.
- First Party mit „erlaubt“ verwechseln: Auch First-Party-Tracking für Marketing braucht in der EU in der Regel eine Einwilligung.
Bereit für besseres Tracking?
Häufige Fragen
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Alle BegriffeFirst-Party-Cookies
First-Party-Cookies werden von der Domain gesetzt, die du gerade besuchst. Sie speichern z. B. Logins, Warenkörbe oder Tracking-IDs für dieselbe Website.
Server-Side Tracking
Beim Server-Side Tracking werden Tracking-Daten von einem Server statt aus dem Browser an Werbe- und Analyseplattformen gesendet – robuster und kontrollierter.
Conversion API · CAPI
Eine Conversion API (CAPI) ist eine Schnittstelle, über die Conversions direkt von Server zu Server an Werbeplattformen wie Meta oder Google gesendet werden.
Retargeting
Retargeting zeigt Anzeigen gezielt Personen, die schon mit deiner Marke interagiert haben, etwa deine Website besucht, aber noch kein Formular ausgefüllt haben.
Consent Management
Consent Management ist das Einholen, Speichern und Verwalten von Einwilligungen deiner Website-Besucher, z. B. für Analyse- und Marketing-Cookies.
Client-Side Tracking
Client-Side Tracking erfasst Nutzeraktionen per JavaScript direkt im Browser und sendet sie von dort an Analyse- und Werbeplattformen.