Consent Management
Kurz erklärt
Consent Management ist das Einholen, Speichern und Verwalten von Einwilligungen deiner Website-Besucher, z. B. für Analyse- und Marketing-Cookies.
Auch bekannt als: Consent Banner, Consent-Banner, Cookie-Banner, Cookie Banner, CMP, Consent-Management-Plattform, Consent Management Platform
Consent Management bezeichnet alles, was nötig ist, um die Einwilligung (Consent) deiner Website-Besucher zur Datenverarbeitung einzuholen, zu dokumentieren und technisch umzusetzen. Sichtbar wird es meist als Cookie-Banner, dahinter steckt in der Regel eine Consent Management Platform (CMP).
Was eine CMP macht
- Abfragen: Der Banner fragt nach Einwilligung, meist getrennt nach Kategorien wie „Notwendig“, „Statistik“ und „Marketing“.
- Speichern: Die Entscheidung wird mit Zeitstempel protokolliert, damit du sie nachweisen kannst.
- Steuern: Tracking-Scripts wie ein Meta Pixel oder Google-Tags werden erst geladen, wenn die passende Kategorie freigegeben ist.
- Widerruf ermöglichen: Besucher müssen ihre Entscheidung später ändern können.
Warum Consent Management Tracking verändert
In der EU brauchst du nach DSGVO und den nationalen Regeln zu Endgeräten (in Deutschland das TDDDG) für Marketing- und Analyse-Cookies grundsätzlich eine Einwilligung. Lehnt ein Besucher ab, dürfen die entsprechenden Scripts nicht laufen. Das heißt für dich: Das Werbekonto sieht nur einen Teil deiner echten Conversions.
Beispiel
Deine Landingpage bekommt 1.000 Besucher aus Meta-Anzeigen, 40 davon werden Leads. Stimmen 60 % dem Marketing-Consent zu, sieht der Browser-Pixel im Schnitt nur rund 24 Leads. Der Cost per Lead im Werbekonto wirkt dadurch deutlich höher, als er wirklich ist – und der Algorithmus hat weniger Signale zum Lernen.
Consent Management im Lead-Geschäft
Gerade weil Consent die Datenbasis verkleinert, lohnt es sich, Leads zusätzlich aus deinem CRM oder deinen Formularen zu erfassen, statt dich nur auf Browser-Events zu verlassen. Die Frage, welche Daten du auf welcher Rechtsgrundlage an Werbeplattformen weitergibst, solltest du dabei mit deinem Datenschutzberater klären.
Beim Lead-Tracking von LeadMetrics hängt die Laufzeit einer Session vom Consent ab: 90 Tage mit Einwilligung, 1 Tag ohne.
Typische Fehler
- Scripts laden vor dem Consent: Der Banner ist da, aber der Pixel feuert trotzdem sofort.
- Ablehnen versteckt: Ein „Alle akzeptieren“-Button ohne gleichwertige Ablehnen-Option ist rechtlich angreifbar.
- Kategorien falsch zugeordnet: Ein Marketing-Tag unter „Notwendig“ einzuordnen umgeht den Consent nicht, sondern macht das Setup angreifbar.
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Bereit für besseres Tracking?
Häufige Fragen
Guides zu diesem Begriff
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Alle BegriffeDSGVO · Datenschutz-Grundverordnung
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist das EU-Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten. Sie gilt seit Mai 2018 für alle, die EU-Personendaten verarbeiten.
First-Party-Cookies
First-Party-Cookies werden von der Domain gesetzt, die du gerade besuchst. Sie speichern z. B. Logins, Warenkörbe oder Tracking-IDs für dieselbe Website.
Third-Party-Cookies
Third-Party-Cookies werden von einer fremden Domain gesetzt, etwa einem Werbenetzwerk, und ermöglichen es, Nutzer über viele Websites hinweg zu verfolgen.
Conversion Tracking
Conversion Tracking erfasst, welche Nutzer nach einem Anzeigenklick eine gewünschte Aktion ausführen – etwa ein Formular absenden oder kaufen.
Server-Side Tracking
Beim Server-Side Tracking werden Tracking-Daten von einem Server statt aus dem Browser an Werbe- und Analyseplattformen gesendet – robuster und kontrollierter.
App Tracking Transparency
App Tracking Transparency (ATT) ist Apples Regel seit iOS 14.5: Apps müssen Nutzer fragen, bevor sie sie über Apps und Websites anderer Firmen hinweg tracken.