First-Party-Cookies
Kurz erklärt
First-Party-Cookies werden von der Domain gesetzt, die du gerade besuchst. Sie speichern z. B. Logins, Warenkörbe oder Tracking-IDs für dieselbe Website.
Auch bekannt als: First-Party-Cookie, First Party Cookie, Erstanbieter-Cookie
First-Party-Cookies sind kleine Textdateien, die von der Domain gesetzt werden, die in der Adresszeile steht. Besuchst du beispiel.de, darf nur beispiel.de (und ihre Subdomains) diese Cookies lesen. Sie merken sich Logins, Spracheinstellungen, Warenkörbe – und im Marketing vor allem Tracking-IDs, um Besuche einer Person über mehrere Seitenaufrufe hinweg zu verbinden.
Wie First-Party-Cookies entstehen
Es gibt zwei Wege:
- Per JavaScript im Browser (
document.cookie): einfach, aber von Browsern wie Safari stärker eingeschränkt. - Per HTTP-Header vom Server der eigenen Domain: robuster, weil der Browser sie als echte Server-Cookies behandelt.
Auch der Meta Pixel setzt mit _fbp ein First-Party-Cookie auf deiner Domain, ebenso speichert er den fbclid als _fbc.
Abgrenzung zu Third-Party-Cookies
Third-Party-Cookies stammen von einer fremden Domain, etwa einem Werbenetzwerk, das auf vielen Websites eingebunden ist. Sie ermöglichen Tracking über Websites hinweg und werden von Safari und Firefox standardmäßig blockiert. First-Party-Cookies funktionieren dagegen weiterhin, sind aber auf die eigene Website beschränkt.
Beispiel
Ein Nutzer klickt am Montag auf eine Meta-Anzeige, schaut sich die Landingpage an und geht wieder. Am Donnerstag kommt er direkt zurück und füllt das Formular aus. Nur wenn ein First-Party-Cookie mit der ID vom Montag noch existiert, lässt sich der Lead der ursprünglichen Kampagne zuordnen. Hat Safari das Cookie nach 7 Tagen gelöscht und der Nutzer kommt erst nach 10 Tagen, ist die Verbindung über das Cookie weg.
First-Party-Cookies im Lead-Geschäft
Bei Leads mit langen Entscheidungszyklen reicht ein Cookie allein oft nicht. Robuster ist es, den Lead zusätzlich über die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer früheren Session zuzuordnen.
LeadMetrics ordnet Leads deshalb nicht nur über die Session-ID, sondern auch über E-Mail und Telefonnummer bis zu 90 Tage rückwirkend einer Session zu. Planabhängig kannst du außerdem eine eigene Tracking-Domain per CNAME nutzen, damit das Lead-Tracking über eine Subdomain deiner Website läuft.
Typische Fehler
- Consent ignoriert: Auch First-Party-Cookies für Marketing brauchen in der EU in der Regel eine Einwilligung.
- Zu lange Laufzeit angenommen: Wer mit 90 Tagen Cookie-Laufzeit plant, unterschätzt, wie viele Browser kürzen.
- Domain-Wechsel im Funnel: Wechselt der Nutzer von deiner Website zu einem Funnel auf einer anderen Domain, gilt das Cookie dort nicht mehr – hier hilft Cross-Domain-Tracking.
Bereit für besseres Tracking?
Häufige Fragen
Guides zu diesem Begriff
Verwandte Begriffe
Alle BegriffeThird-Party-Cookies
Third-Party-Cookies werden von einer fremden Domain gesetzt, etwa einem Werbenetzwerk, und ermöglichen es, Nutzer über viele Websites hinweg zu verfolgen.
Server-Side Tracking
Beim Server-Side Tracking werden Tracking-Daten von einem Server statt aus dem Browser an Werbe- und Analyseplattformen gesendet – robuster und kontrollierter.
Client-Side Tracking
Client-Side Tracking erfasst Nutzeraktionen per JavaScript direkt im Browser und sendet sie von dort an Analyse- und Werbeplattformen.
Consent Management
Consent Management ist das Einholen, Speichern und Verwalten von Einwilligungen deiner Website-Besucher, z. B. für Analyse- und Marketing-Cookies.
Cross-Domain-Tracking
Cross-Domain-Tracking erfasst einen Besucher über mehrere Domains hinweg als eine Session, etwa von der Website über den Funnel bis zum Checkout.
Conversion API · CAPI
Eine Conversion API (CAPI) ist eine Schnittstelle, über die Conversions direkt von Server zu Server an Werbeplattformen wie Meta oder Google gesendet werden.